Glücklich sein


Vor ein paar Wochen sind in meinem südburgenländischen Wald durch den schweren, nassen Schnee viele Bäume entwurzelt worden oder einfach in der Mitte abgeknickt. Für eine Frau ohne Motorsäge ist das eine scheinbar mittlere Katastrophe.

Auch wenn da anfangs ein Anflug von Verzweiflung war bemerke ich, dass solche Ereignisse meinen inneren Frieden nicht mehr wirklich lange stören können. „The Work of Byron Katie“ wirkt in mir. Und nicht nur das – einfach das ganze „spirituelle Leben“ seit über 50 Jahren.

Wenn ich im Wald stehe und mit der großen Astschere die Baumkronen zerkleinere, das Reisig wegräume und aufschlichte, ist das eine schöpferische, kreative Tätigkeit. Ich ordne das Chaos Meter für Meter. Wenn ich nicht auf das Ausmaß der „Katastrophe“ schaue, sondern einfach nur vor mich hinarbeite, ist alles gut. Dann steigt so etwas wie Glück in mir auf. Dann bin ich dankbar für das, wie es ist. Es ist das Ergebnis eines langen Lebens mit vielen Schmerzen, Umwegen, tief empfundener Liebe, leidvollen Erfahrungen, also vielen Höhen und Tiefen – ehrlich durchlebt.

Was ich für ein Glück habe und spüren darf im Leben! Danke an alle Ereignisse, Bücher, Weisheitslehrer und Wegbegleiter, die mich zu dem geformt haben, was ich heute bin – einer Frau, die lieben kann, was ist. Nicht immer, aber immer öfter.

Seit 15 Jahren übe ich mich nun täglich im Überprüfen meiner Gedanken mit den 4 Fragen und den Umkehrungen. Und nein, ich bin keine Heilige. Vor mir liegt noch ein weites zu beackerndes Feld …
Aber ich sage euch: Es wird immer leichter, lichter, freudvoller, gelassener, …