| 62 m² Wohnfläche, 2 Nebengebäude | 12000 m² Grund, davon die Hälfte Wald | 260.000,-€ |


Objektbeschreibung Kurzfassung
Wohnhaus in Windisch-Minihof, Ruhelage, großzügiges Grundstück
Dieses gepflegte Wohnhaus befindet sich in erhöhter Lage oberhalb der Jost-Mühle in einer gut angebundenen und dennoch ruhigen Wohngegend. Das Haus liegt direkt an der Zufahrtsstraße und verfügt über zwei Nebengebäude. Das weitläufige Grundstück („Scheibengrundstück“) von rund 12.000 m² ist etwa zur Hälfte bewaldet.
Die Liegenschaft präsentiert sich in sehr gutem, nahezu neuwertigem Zustand. Die Bushaltestelle Richtung Jennersdorf befindet sich beim Dorfgasthaus und ist bequem zu Fuß erreichbar. In Jennersdorf sind alle wichtigen Einrichtungen vorhanden: Supermärkte, Ärzte, Schulen, Bauernmarkt, Restaurants, Handwerksbetriebe u.v.m.
Das regionale BAST-Taxi fährt täglich bis 20 Uhr (gegen eine geringe Gebühr von 2 € bei Voranmeldung).
Grundstück & Wohnfläche
- Grundstücksgröße: ca. 12.000 m² (halb Wald, halb Landschaftsgarten mit Wiesen, Wegen und Plätzen und Bauplatz)
- Wohnfläche: ca. 62 m²
- Generalsanierung: 2011–2014 (Böden, Decken, Wände, Installationen, Fenster und Türen)
- Optimale Raumaufteilung: 2 Zimmer, große Wohnküche (unterkellert), Bad, Vorraum
- Überdachte Terrasse: ca. 20 m²
- 2 Überdachte Holzlagerplätze: ca. 20 m²
- Abstellplätze: für mind. Fahrzeuge
- Scheune mit ehemaligen Stallungen: ca. 240 m²
- Überdachter Sitzplatz: ca. 20 m²
Ausstattung
- Heizung: Holz-Speicherofen
- Fenster & Eingangstüre: Lärchenholz
- Böden: Schiffboden und Keramik
Besonderheiten
Das Objekt ist sofort beziehbar und wird bis zum Verkauf weiterhin sorgfältig gepflegt – inklusive des Obst- und Gemüsegartens.
Es eignet sich ideal als Familienwohnsitz, Künstlerdomizil oder ruhiger Zweitwohnsitz für Naturliebhaber.
Besichtigung und Kontakt
Ihre Anfrage richten sie bitte an:
DI Maria Stachel
maria.stachel@gmx.at
Objektbeschreibung Langfassung
Der „Naturpark Raab Dreiländereck“ zählt heute zu den beliebtesten Regionen des Südburgenlandes. Weitläufige Wiesen, sanfte Hügel und ausgedehnte Wälder prägen das Landschaftsbild. Das milde Klima mit zahlreichen Sonnenstunden sorgt für hohe Lebensqualität und macht die Gegend zu einem besonderen Rückzugsort für Naturliebhaber, Ruhesuchende und Genießer.
Zahlreiche Rad- und Wanderwege laden dazu ein, die abwechslungsreiche Natur aktiv zu entdecken. Die nahegelegenen Thermenregionen bieten Erholung und Wellness auf höchstem Niveau. Buschenschänken, regionale Kulinarik und kulturelle Veranstaltungen verleihen dem Südburgenland zusätzlich seinen besonderen Charme.
Vor rund 15 Jahren wurde das ursprünglich stark sanierungsbedürftige Haus bis auf den Rohbau zurückgeführt und anschließend von mir als Architektin mit großer Sorgfalt nach ökologischen Gesichtspunkten generalsaniert.
Dabei kamen überwiegend natürliche und diffusionsoffene Materialien zum Einsatz:
- Kalkmörtel sowie Kalkputz im Innen- und Außenbereich
- Sanierputz im Sockelbereich (dieser sollte inzwischen erneuert werden)
- Kalk-Wandfarben innen und außen
- Perlite-Dämmung im Dachboden (Dippelbaumdecke) sowie oberhalb des Kellergewölbes
- Glasschaumschotter im übrigen Fußbodenbereich
- Schlafzimmer mit offenem Fußbodenaufbau ohne Unterbeton
- Vollholzböden aus gehobelten, stumpf gestoßenen Brettern — sowohl als fertige Oberfläche als auch als Unterkonstruktion für weitere Bodenaufbauten geeignet
- Keramikböden auf Unterbeton/Estrich in Vorraum und Bad
- Geölte Lärchenholzfenster
- Außenmauern aus ca. 50 cm starkem Ziegelmauerwerk ohne zusätzliche Dämmung
- Sparsame Leitungsführung, sodass im Winter bereits zwei Infrarotpaneele für den Frostschutz ausreichen
Die überdachte Terrasse mit ca. 20 m² erweitert in den warmen Monaten den Wohn- und Arbeitsbereich ins Freie. Das opake weiße Glas schützt vor direkter Sonneneinstrahlung und sorgt dennoch für angenehme Helligkeit.
Zwei überdachte Holzlagerplätze ermöglichen es, Brennholz auch im Winter trockenen Fußes zum Speicherofen zu bringen. Der zweischalige Speicherofen wird bequem vom Vorraum aus beheizt und versorgt das gesamte Haus sowie vermutlich auch einen ausbaubaren Dachraum mit angenehmer Wärme. Eine automatische Luftsteuerung ermöglicht komfortables Heizen.
Zum Anwesen gehören außerdem zwei Nebengebäude:
a) ein überdachter Sitzplatz mit ca. 20 m²
b) eine Scheune mit ehemaligem Kuh- und Schweinestall (ca. 240 m²)
Die Scheune bietet Platz für Traktor und Wohnmobil. Der ehemalige Kuhstall dient derzeit als Lagerraum, im Schweinestall sind Gartengeräte untergebracht.
Ein besonderes Detail des Gartens ist das Rosenkuppelzelt — ein idyllischer Sitzplatz mit natürlicher Beschattung durch Rosen. Auf dem weitläufigen Grundstück wurden über die Jahre zahlreiche Wege und Plätze angelegt und daraus ein liebevoll gestalteter Landschaftsgarten geschaffen.
Der Schneebruch Ende Februar wurde bereits teilweise aufgearbeitet; die restlichen Arbeiten werden im Laufe des Jahres vom Waldverband übernommen.
Im Kaufpreis enthalten sind:
- geschnittenes Brennholz für etwa drei Jahre
- Husqvarna Rider Rasenmähertraktor (22 PS, Schnittbreite 112 cm) inklusive Anhänger
- Kreissäge
Ein persönlicher Abschied
Vor vielen Jahren befand ich mich in einer schwierigen Lebensphase und suchte nach einer Aufgabe, die meine Gedanken ordnen und mir neue Orientierung geben konnte. Im Südburgenland fand ich schließlich eine kleine, seit Jahrzehnten vernachlässigte Landwirtschaft.
Das Haus war in sehr schlechtem Zustand. Bäume wuchsen bereits aus dem Gebäude, das Dach war undicht gewesen, einzelne Deckenbalken waren beschädigt, und auch die technische Infrastruktur war nur noch eingeschränkt nutzbar. Der „Garten“ bestand größtenteils aus dichtem Dornengestrüpp.
An einem Montag sah ich das Anwesen zum ersten Mal. Noch in derselben Woche unterschrieb ich den Kaufvertrag — und begann unmittelbar danach mit den ersten Arbeiten.
Über zwei Jahre hinweg verbrachte ich nahezu jede freie Minute dort. Schritt für Schritt wurden Haus und Grundstück wieder instandgesetzt. Die praktische Arbeit bestimmte den Alltag: Materialien organisieren, nächste Arbeitsschritte planen, Helfer koordinieren, Schäden beheben und Lösungen finden. Aus einem vernachlässigten Ort entstand langsam wieder ein lebenswertes Anwesen.
Parallel dazu lernte ich „The Work“ von Byron Katie kennen — eine Methode zur Hinterfragung belastender Gedanken. Diese Form der inneren Auseinandersetzung begleitet mich bis heute und prägte auch die Art, wie ich an dieses Projekt heranging: geduldig, aufmerksam und Schritt für Schritt, oft einfach nur dankbar.
Über viele Jahre dokumentierte ich die Entwicklung des Hauses und Gartens regelmäßig in E-Mails an einen Freundeskreis — mit Fotos, Beobachtungen und Berichten über die laufenden Arbeiten. Daraus entstand ein umfangreiches Manuskript von inzwischen rund 730 Seiten, das derzeit zu einem Buch verdichtet und vielleicht noch Ende des Jahres erscheinen wird.
Heute ist aus dem ursprünglichen Bauernhaus ein Ort geworden, der über viele Jahre hinweg mit großer Sorgfalt gestaltet wurde — einschließlich eines weitläufigen Landschaftsgartens, zahlreicher Sitzplätze und vieler gewachsener Details.
Nun ist der Zeitpunkt gekommen, dieses Anwesen weiterzugeben. Die Arbeit wird mir zu viel, und innerhalb der Familie gibt es niemanden, der das Projekt fortführen möchte.
So bleibt der Wunsch, dass dieser besondere Ort Menschen findet, die seinen Charakter schätzen und ihn behutsam weiterführen. ❤